Kritische Fragen passen nicht in eine Demokratie

Hier im schönen Österreich wird gerade wiedermal eine Sau durchs Dorf der Boulevardzeitungen getrieben die man an nur auf Gründe wie “Sommerloch” zurückführen können sollte. Aber während der Fußball WM, mit Spielen wie dem 5:1 der Niederlande gegen Weltmeister Spanien, könnte man meinen das es genug Material für die Titelseiten gibt. Aber die Sonntagsausgabe sieht so aus:

Kritische Fragen im Interview

Auslöser des Ganzen war das Interview mit Finanzminister Spindelegger zum Hypo-Gesetz (alternativ auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=t_v7v2tWLgg) in dem Armin Wolf unseren Finanzminister darauf aufmerksam macht dass seine Aussage zu mündelsicheren Wertpapieren faktisch nicht richtig ist. In typischer Politikermanier redet Spindelegger einfach weiter und beginnt sich massiv zu beschweren dass er unterbrochen wird.

Dass Armin Wolf Recht hatte bestätigen am nächsten Tag mehrere Experten im Faktencheck (ebenfalls auch auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=8sBTocWpWFI ). Doch der Boulevard diskutiert sofort die mögliche Absetzung Wolfs um solch einen “Eklat” in Zukunft zu verhindern . Passen kritische Fragen und die Wahrheit nicht in eine Demokratie?

Manche Wahrheiten will niemand hören

Mit der Wahrheit ist es so eine Sache. Vor allem im konkreten Thema des Hypodebakels. Wie es im Kern entstanden ist darüber ist man sich einig: Der damalige Kärnter Landeshauptmann hat mit Landeshaftungen für Hypoanleihen nur so um sich geworfen, eben auch mit Haftungen für nachrangige Anleihen, was es in der Form noch nie gegeben hat. Dann kam die Finanzkrise und das Problem wurde schlagend.

Wie die Wahrheit (und somit auch die Schuldfrage) weitergeht ist nicht ganz so eindeutig. Wie es aussieht ist Österreich damals auf einen Bluff der Bayern (damaliger Miteigentümer der Hypo) hereingefallen und lies sich die gesamte Hypo mit allen Haftungen andrehen. Im Endeffekt spielt es aber keine Rolle warum wir in der aktuellen Situation sind, das Problem liegt am Tisch und muss gelöst werden.

Der Druck auf die Regierung ist groß. Ihre Parteien waren damals involviert also erwartet sich der Steuerzahler eine Lösung ohne Zusatzbelastungen. Auch im Wahlkampf wurde immer propagiert die Steuerzahler zu entlasten etc. Doch wie es scheint ist das bei der aktuellen Sachlage rechtlich nicht mehr möglich. Die Wahrheit ist eine Lösung die den Steuerzahler entlastet bei der aktuellen Gesetzeslage nicht möglich. Damit der Steuerzahler nicht voll zum Handkuss kommt, müssen somit Schritte gesetzt werden die es vorher noch nie gab und müssen neue Gesetze geschaffen werden die diese Schritte rechtlich ermöglichen.

Wir wählen Politiker damit sie uns belügen

Die Wahrheit ist: Wir Steuerzahler wollen eine solche Lösung, aber wir wollen die schmutzigen Details dazu nicht wissen. Unsere (Schein-)Moral verbietet uns eine rechtlich fragwürdige Lösung gut zu heißen, aber für die “saubere” Lösung würden wir die Politiker verdammen. Was bleibt den Politikern also übrig außer die Entscheidungen zu treffen und die schmutzigen Details unter den Teppich zu kehren?

Wir wählen Politiker, die die richtigen Entscheidungen treffen aber uns vor den unbequemen Wahrheiten schützen. In diesem Sinne dürfen wir auch keine zu kritischen Fragen stellen deren Antwort wir eigentlich nicht wissen möchten. Sonst müssten wir uns auch fragen wieso der kritische Interviewer auf der Titelseite steht und nicht die “Wahrheit” die er berechtigter Weise hinterfragt hat.

Geld sparen macht arm

Geld entstand ursprünglich aus dem Bedarf heraus beliebige Waren und Dienstleistungen miteinander zu vergleichen. Mit der Zeit wurde aus dem realen Geldwert ein rein abstrakter Wertbegriff. Mit der Geburt der Habenszinsen entstand auch der Wunsch Geld von selbst zu vermehren und gleichzeitig der Anreiz es auf der Bank zu horten.

Doch der Wirtschaftskreislauf besteht aus einem ständigen Tauschen von Geld in Waren/Dienstleistungen und retour. Man nimmt an der einen Stelle Geld aus dem Kreislauf um es an einem anderen Punkt wieder in den Kreislauf zu geben. Ist nun nicht genug Geld im Kreislauf vorhanden, so kommt das System ins Stocken.  Am Ende sind immer noch alle Waren da die die Gesellschaft braucht, aber keiner kann sie nutzen da nicht genug Geld in Umlauf ist um sie zu verteilen.

Sparen entzieht der Gesellschaft Geld

Doch wie verschwindet Geld nun aus dem Kreislauf? Wenn wir es von seinem wahren Zweck entfernen und versuchen zu horten. Lassen wir Geld auf der Bank liegen damit es sich dort vermehrt, so ist es für den Kreislauf unerreichbar.  Je mehr Geld wir auf unserem Konto anhäufen, desto mehr entziehen wir dem Kreislauf, desto mehr stockt das System und desto weniger Geld haben wir täglich zur Verfügung.

Dies ist jetzt aber keine Verurteilung von Reichtum. Reichtum stört das System in keinster Weise. Verwende ich mein Geld zum Beispiel um ein Haus zu kaufen, so leite ich es zurück in den Kreislauf. Und hat ein “Millionär” nun 50 Häuser, 20 Yachten und 10 Inseln, so ist er zwar sehr reich, hat damit aber kein Geld aus dem Kreislauf gehalten.

Wenn wir unsere Wirtschaft und damit auch unseren eigenen Lebensstil verbessern wollen dürfen wir also nicht danach trachten soviel wie möglich am Konto zu horten. Sondern Geld in Umlauf halten. Nicht mehr ausgeben als man erhält, aber es auch nicht unbegrenzt horten. Denn damit bleibt es in Umlauf und läuft somit auch in größerer Menge wieder zu uns zurück.

Beispiele sagen mehr als Worte

SparenMachtArm1Betrachten wir einen sehr kleinen Wirtschaftsraum mit einem Winzer, einem Bäcker und einem Wirt. Jeder von ihnen startet mit 40€. Jeden Morgen kauft der Winzer beim Bäcker Brot für den Tag für 20 €, mittags kauft der Wirt beim Winzer Wein für 20 € und abends geht der Bäcker ins Wirtshaus und isst und trinkt für 20 €. Die 20 € fließen also schön im Kreis und jeder ist glücklich.

 

SparenMachtArm2Nehmen wir an der Bäcker entscheidet sich eines Tages nur mehr für 10 € Essen zu gehen und die gesparten 10 € unter das Kopfkissen zu legen. Am Ende des Tages hat der Wirt einen Umsatzeinbruch von 50% und nur noch 30 € zur Verfügung.

SparenMachtArm3Beim Winzer läuft noch alles wie gewohnt und am nächsten Morgen kauft er wieder Brot für 20 €. Doch mittags kauft der Wirt aufgrund der gesunkenen Nachfrage nur noch Wein für 10 €. Der Bäcker geht wieder für 10€ essen und legt die gesparten 10 € unter das Kissen.

SparenMachtArm4Nun muss auch der Winzer den Gürtel enger schnallen und kauft nur noch für 10 € Brot ein, der Wirt kauft aufgrund der konstant niedrigen Nachfrage weiterhin Wein für 10 € und nun merkt auch der Bäcker die “schlechte Wirtschaftslage” im täglichen Umsatz wodurch er nichts mehr zur Seite legen kann aber weiterhin nur für 10 € essen gehen kann. Ihm ist hier natürlich nicht klar das er selbst Schuld an seinem Umsatzrückgang hat sondern macht die achso komplizierte Wirtschaftslage dafür verantwortlich.

In Summe fühlt er sich auch noch bestätigt das er zuvor Geld auf die Seite gelegt hat für schlechte Zeiten. Denn im Gegensatz zum Winzer und zum Wirt die genauso über die schlechte Situtation klagen, hat er einen gut gefüllten Polster. Durch das Sparen des Bäckers ist im gesamten Kreislauf das Budget für die täglichen Ausgaben um 50% gesunken. Die Menschen fühlen sich arm weil sie weniger Geld zum Leben haben.

Aber es hat sich an der Produktionsleistung nichts geändert, alle könnten weiterhin für 20 € produzieren, es fehlt nur das Geld im Kreislauf damit die Waren auch getauscht werden können. Nimmt sich jetzt der Winzer auch noch ein Beispiel am Bäcker und reduziert seine täglichen Ausgaben für 3 Tage um Geld auf die Seite zu legen, so kommt der Kreislauf womöglich ganz zum erliegen.

SparenMachtArmbestEntscheiden sich dagegen alle täglich etwas mehr von ihrem Kapital in Umlauf zu bringen so fließt es am Ende des Tages auch wieder zu Ihnen zurück. Im besten Fall sind am Schluss die gesamten 40 € in Umlauf und das tägliche Budget hat sich verdoppelt. Absolut gesehen ist nicht mehr Geld vorhanden, an jedem Abend hat auch noch jeder gleich viel wie zuvor, aber durch den höheren Durchfluß kann sich jeder “mehr leisten”, die Produktion steigt, die Wirtschaft floriert und die Menschen fühlen sich reich.

Das Geld muss unter die Leute

Es fließen immer genau soviele Waren durch den Kreislauf, wie Geld im Umlauf ist. Kommt der Geldfluß ins Stocken, so stockt auch der Warenkreislauf.

Folgen wir also dem alten Sprichwort und bringen wir das Geld unter die Leute. Denn in einem aktiven Wirtschaftskreislauf fließt das Geld auch wieder stärker zu uns zurück.

 

Keyframeanimation in iOS 7

With iOS 7 Apple added a nice feature for animating views:

UIView animateKeyframesWithDuration: delay: options: animations: completion:

paired with

UIView addKeyframeWithRelativeStartTime: relativeDuration: animations:

With these handy methods you can do nice keyframe animation without the code overhead of nested animations. You set up the overall duration of the animation with the option you already know from the “old” animation. Then within the animation-block you add the keyframes with relative starttime and duration.

Not as you know keyframes

Now this is a bit against the “keyframe idea”. Its not like traditional keyframe-animation where a keyframe describes the animated objects at that particular frame. Its more like a nested animation within the overall timeline with relative startTime and duration. Unfortunately not with its own options or complete block.

The missing completionblock is a bit of a problem. You can animate everything that was animateable before, but if you want to f.e. change the image of an UIImageView at some point within the animation, you cant. The image property is not animateable and therefore if you set the image to a different value within the animationblock, its set to that value at the beginning of the animation.

Of course you can work around that with an additional UIImageView and playing with the alpha within the animation or go back to nested/sequential animations, but in the end a keyframe-animation should be able to change even non-animateable things at keyframes.

Sample

For coders like me who search for working samples, here is a small snippet which fades out one view and simultanously (but faster) reduces the size to zero. And to make things more fancy, after 50% is done, another view appears on top and fades in with another size-effect.

UIView* view1, *view2;
view2.alpha= 0; 
CGRect targetFrame= view1.frame;
[UIView animateKeyframesWithDuration:DURATION 
                               delay:0 
                             options:UIViewKeyframeAnimationOptionAllowUserInteraction 
                          animations:^{  
  [UIViewaddKeyframeWithRelativeStartTime:0 relativeDuration:1 animations:^{
    view1.alpha= 0; 
  }];
  [UIViewaddKeyframeWithRelativeStartTime:0 relativeDuration:0.8 animations:^{
    view1.frame= CGRectZero; 
  }];
  [UIViewaddKeyframeWithRelativeStartTime:0.5 relativeDuration:1 animations:^{
    view2.alpha= 1;
    view2.frame= targetFrame; 
  }];
} completion:^(BOOL finished) {
//completion block after whole animation is done
}];