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Kritische Fragen passen nicht in eine Demokratie

Hier im schönen Österreich wird gerade wiedermal eine Sau durchs Dorf der Boulevardzeitungen getrieben die man an nur auf Gründe wie “Sommerloch” zurückführen können sollte. Aber während der Fußball WM, mit Spielen wie dem 5:1 der Niederlande gegen Weltmeister Spanien, könnte man meinen das es genug Material für die Titelseiten gibt. Aber die Sonntagsausgabe sieht so aus:

Kritische Fragen im Interview

Auslöser des Ganzen war das Interview mit Finanzminister Spindelegger zum Hypo-Gesetz (alternativ auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=t_v7v2tWLgg) in dem Armin Wolf unseren Finanzminister darauf aufmerksam macht dass seine Aussage zu mündelsicheren Wertpapieren faktisch nicht richtig ist. In typischer Politikermanier redet Spindelegger einfach weiter und beginnt sich massiv zu beschweren dass er unterbrochen wird.

Dass Armin Wolf Recht hatte bestätigen am nächsten Tag mehrere Experten im Faktencheck (ebenfalls auch auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=8sBTocWpWFI ). Doch der Boulevard diskutiert sofort die mögliche Absetzung Wolfs um solch einen “Eklat” in Zukunft zu verhindern . Passen kritische Fragen und die Wahrheit nicht in eine Demokratie?

Manche Wahrheiten will niemand hören

Mit der Wahrheit ist es so eine Sache. Vor allem im konkreten Thema des Hypodebakels. Wie es im Kern entstanden ist darüber ist man sich einig: Der damalige Kärnter Landeshauptmann hat mit Landeshaftungen für Hypoanleihen nur so um sich geworfen, eben auch mit Haftungen für nachrangige Anleihen, was es in der Form noch nie gegeben hat. Dann kam die Finanzkrise und das Problem wurde schlagend.

Wie die Wahrheit (und somit auch die Schuldfrage) weitergeht ist nicht ganz so eindeutig. Wie es aussieht ist Österreich damals auf einen Bluff der Bayern (damaliger Miteigentümer der Hypo) hereingefallen und lies sich die gesamte Hypo mit allen Haftungen andrehen. Im Endeffekt spielt es aber keine Rolle warum wir in der aktuellen Situation sind, das Problem liegt am Tisch und muss gelöst werden.

Der Druck auf die Regierung ist groß. Ihre Parteien waren damals involviert also erwartet sich der Steuerzahler eine Lösung ohne Zusatzbelastungen. Auch im Wahlkampf wurde immer propagiert die Steuerzahler zu entlasten etc. Doch wie es scheint ist das bei der aktuellen Sachlage rechtlich nicht mehr möglich. Die Wahrheit ist eine Lösung die den Steuerzahler entlastet bei der aktuellen Gesetzeslage nicht möglich. Damit der Steuerzahler nicht voll zum Handkuss kommt, müssen somit Schritte gesetzt werden die es vorher noch nie gab und müssen neue Gesetze geschaffen werden die diese Schritte rechtlich ermöglichen.

Wir wählen Politiker damit sie uns belügen

Die Wahrheit ist: Wir Steuerzahler wollen eine solche Lösung, aber wir wollen die schmutzigen Details dazu nicht wissen. Unsere (Schein-)Moral verbietet uns eine rechtlich fragwürdige Lösung gut zu heißen, aber für die “saubere” Lösung würden wir die Politiker verdammen. Was bleibt den Politikern also übrig außer die Entscheidungen zu treffen und die schmutzigen Details unter den Teppich zu kehren?

Wir wählen Politiker, die die richtigen Entscheidungen treffen aber uns vor den unbequemen Wahrheiten schützen. In diesem Sinne dürfen wir auch keine zu kritischen Fragen stellen deren Antwort wir eigentlich nicht wissen möchten. Sonst müssten wir uns auch fragen wieso der kritische Interviewer auf der Titelseite steht und nicht die “Wahrheit” die er berechtigter Weise hinterfragt hat.

Geld sparen macht arm

Geld entstand ursprünglich aus dem Bedarf heraus beliebige Waren und Dienstleistungen miteinander zu vergleichen. Mit der Zeit wurde aus dem realen Geldwert ein rein abstrakter Wertbegriff. Mit der Geburt der Habenszinsen entstand auch der Wunsch Geld von selbst zu vermehren und gleichzeitig der Anreiz es auf der Bank zu horten.

Doch der Wirtschaftskreislauf besteht aus einem ständigen Tauschen von Geld in Waren/Dienstleistungen und retour. Man nimmt an der einen Stelle Geld aus dem Kreislauf um es an einem anderen Punkt wieder in den Kreislauf zu geben. Ist nun nicht genug Geld im Kreislauf vorhanden, so kommt das System ins Stocken.  Am Ende sind immer noch alle Waren da die die Gesellschaft braucht, aber keiner kann sie nutzen da nicht genug Geld in Umlauf ist um sie zu verteilen.

Sparen entzieht der Gesellschaft Geld

Doch wie verschwindet Geld nun aus dem Kreislauf? Wenn wir es von seinem wahren Zweck entfernen und versuchen zu horten. Lassen wir Geld auf der Bank liegen damit es sich dort vermehrt, so ist es für den Kreislauf unerreichbar.  Je mehr Geld wir auf unserem Konto anhäufen, desto mehr entziehen wir dem Kreislauf, desto mehr stockt das System und desto weniger Geld haben wir täglich zur Verfügung.

Dies ist jetzt aber keine Verurteilung von Reichtum. Reichtum stört das System in keinster Weise. Verwende ich mein Geld zum Beispiel um ein Haus zu kaufen, so leite ich es zurück in den Kreislauf. Und hat ein “Millionär” nun 50 Häuser, 20 Yachten und 10 Inseln, so ist er zwar sehr reich, hat damit aber kein Geld aus dem Kreislauf gehalten.

Wenn wir unsere Wirtschaft und damit auch unseren eigenen Lebensstil verbessern wollen dürfen wir also nicht danach trachten soviel wie möglich am Konto zu horten. Sondern Geld in Umlauf halten. Nicht mehr ausgeben als man erhält, aber es auch nicht unbegrenzt horten. Denn damit bleibt es in Umlauf und läuft somit auch in größerer Menge wieder zu uns zurück.

Beispiele sagen mehr als Worte

SparenMachtArm1Betrachten wir einen sehr kleinen Wirtschaftsraum mit einem Winzer, einem Bäcker und einem Wirt. Jeder von ihnen startet mit 40€. Jeden Morgen kauft der Winzer beim Bäcker Brot für den Tag für 20 €, mittags kauft der Wirt beim Winzer Wein für 20 € und abends geht der Bäcker ins Wirtshaus und isst und trinkt für 20 €. Die 20 € fließen also schön im Kreis und jeder ist glücklich.

 

SparenMachtArm2Nehmen wir an der Bäcker entscheidet sich eines Tages nur mehr für 10 € Essen zu gehen und die gesparten 10 € unter das Kopfkissen zu legen. Am Ende des Tages hat der Wirt einen Umsatzeinbruch von 50% und nur noch 30 € zur Verfügung.

SparenMachtArm3Beim Winzer läuft noch alles wie gewohnt und am nächsten Morgen kauft er wieder Brot für 20 €. Doch mittags kauft der Wirt aufgrund der gesunkenen Nachfrage nur noch Wein für 10 €. Der Bäcker geht wieder für 10€ essen und legt die gesparten 10 € unter das Kissen.

SparenMachtArm4Nun muss auch der Winzer den Gürtel enger schnallen und kauft nur noch für 10 € Brot ein, der Wirt kauft aufgrund der konstant niedrigen Nachfrage weiterhin Wein für 10 € und nun merkt auch der Bäcker die “schlechte Wirtschaftslage” im täglichen Umsatz wodurch er nichts mehr zur Seite legen kann aber weiterhin nur für 10 € essen gehen kann. Ihm ist hier natürlich nicht klar das er selbst Schuld an seinem Umsatzrückgang hat sondern macht die achso komplizierte Wirtschaftslage dafür verantwortlich.

In Summe fühlt er sich auch noch bestätigt das er zuvor Geld auf die Seite gelegt hat für schlechte Zeiten. Denn im Gegensatz zum Winzer und zum Wirt die genauso über die schlechte Situtation klagen, hat er einen gut gefüllten Polster. Durch das Sparen des Bäckers ist im gesamten Kreislauf das Budget für die täglichen Ausgaben um 50% gesunken. Die Menschen fühlen sich arm weil sie weniger Geld zum Leben haben.

Aber es hat sich an der Produktionsleistung nichts geändert, alle könnten weiterhin für 20 € produzieren, es fehlt nur das Geld im Kreislauf damit die Waren auch getauscht werden können. Nimmt sich jetzt der Winzer auch noch ein Beispiel am Bäcker und reduziert seine täglichen Ausgaben für 3 Tage um Geld auf die Seite zu legen, so kommt der Kreislauf womöglich ganz zum erliegen.

SparenMachtArmbestEntscheiden sich dagegen alle täglich etwas mehr von ihrem Kapital in Umlauf zu bringen so fließt es am Ende des Tages auch wieder zu Ihnen zurück. Im besten Fall sind am Schluss die gesamten 40 € in Umlauf und das tägliche Budget hat sich verdoppelt. Absolut gesehen ist nicht mehr Geld vorhanden, an jedem Abend hat auch noch jeder gleich viel wie zuvor, aber durch den höheren Durchfluß kann sich jeder “mehr leisten”, die Produktion steigt, die Wirtschaft floriert und die Menschen fühlen sich reich.

Das Geld muss unter die Leute

Es fließen immer genau soviele Waren durch den Kreislauf, wie Geld im Umlauf ist. Kommt der Geldfluß ins Stocken, so stockt auch der Warenkreislauf.

Folgen wir also dem alten Sprichwort und bringen wir das Geld unter die Leute. Denn in einem aktiven Wirtschaftskreislauf fließt das Geld auch wieder stärker zu uns zurück.

 

Keyframeanimation in iOS 7

With iOS 7 Apple added a nice feature for animating views:

UIView animateKeyframesWithDuration: delay: options: animations: completion:

paired with

UIView addKeyframeWithRelativeStartTime: relativeDuration: animations:

With these handy methods you can do nice keyframe animation without the code overhead of nested animations. You set up the overall duration of the animation with the option you already know from the “old” animation. Then within the animation-block you add the keyframes with relative starttime and duration.

Not as you know keyframes

Now this is a bit against the “keyframe idea”. Its not like traditional keyframe-animation where a keyframe describes the animated objects at that particular frame. Its more like a nested animation within the overall timeline with relative startTime and duration. Unfortunately not with its own options or complete block.

The missing completionblock is a bit of a problem. You can animate everything that was animateable before, but if you want to f.e. change the image of an UIImageView at some point within the animation, you cant. The image property is not animateable and therefore if you set the image to a different value within the animationblock, its set to that value at the beginning of the animation.

Of course you can work around that with an additional UIImageView and playing with the alpha within the animation or go back to nested/sequential animations, but in the end a keyframe-animation should be able to change even non-animateable things at keyframes.

Sample

For coders like me who search for working samples, here is a small snippet which fades out one view and simultanously (but faster) reduces the size to zero. And to make things more fancy, after 50% is done, another view appears on top and fades in with another size-effect.

UIView* view1, *view2;
view2.alpha= 0; 
CGRect targetFrame= view1.frame;
[UIView animateKeyframesWithDuration:DURATION 
                               delay:0 
                             options:UIViewKeyframeAnimationOptionAllowUserInteraction 
                          animations:^{  
  [UIViewaddKeyframeWithRelativeStartTime:0 relativeDuration:1 animations:^{
    view1.alpha= 0; 
  }];
  [UIViewaddKeyframeWithRelativeStartTime:0 relativeDuration:0.8 animations:^{
    view1.frame= CGRectZero; 
  }];
  [UIViewaddKeyframeWithRelativeStartTime:0.5 relativeDuration:1 animations:^{
    view2.alpha= 1;
    view2.frame= targetFrame; 
  }];
} completion:^(BOOL finished) {
//completion block after whole animation is done
}];

Die Geschichte des Geldes

In unserer modernen Welt ist Geld ein alltägliches Gebrauchsgut geworden. Wir verwenden es beinahe jeden Tag. Es dient als Statussymbol, Zeichen der Anerkennung aber auch als Mittel zum Selbstzweck. Manche lassen es sogar für sich arbeiten. Aber neben dieser Durchdringung unseres Alltags ignorieren wir beständig eine Frage:

Was ist eigentlich Geld?

Um diese Frage zu beantworten möchte ich zuerst ein wenig ausholen zurück zur Zeit als es noch kein Geld gab. Damals wurde am Markt Ware gegen Ware getauscht. Man hat also wortwörtlich Äpfel mit Birnen verglichen. Das geht solange gut, wie jeder täglich etwas zu tauschen hat und etwas braucht oder man die Tauschgüter einfach und dauerhaft lagern kann, was vor allem bei Essen ein Problem darstellt. Es wurde also nicht nur Essen gegen Essen getauscht, sondern auch gegen andere Gegenstände. Wichtig war immer nur dass sich die beiden Tauschpartner einig waren dass sie vom anderen einen mindestens genauso wertvollen Einsatz erhielten, wie sie anboten.

So änderte sich auch der “Wert” zB einer Kartoffel womöglich sehr schnell: von 1 Apfel zu 2 Eiern zu 1 Semmel zu 1 großen Ei zu 2 kleinen Äpfeln zu einem schönen Stück Holz zu einer Glasmurmel etc. Gleichzeitig musste man auch immer etwas anbieten das der andere auch haben wollte sonst kam kein Geschäft zustande. Dieses ständige “Umrechnen” zwischen den verschiedenen Waren wurde mit der Zeit zu mühselig und man suchte nach einer Möglichkeit Waren allgemeiner zu vergleichen. Und fand Edelmetalle. Edelmetalle wie Silber oder Gold sind einfach und defakto unbegrenzt lagerbar. Gleichzeitig sind sie so selten, dass bereits eine kleine Menge Gold gleichwertig zu einer ungleich höheren Menge alltäglicher Waren gesehen wurde. Um das ganze noch zu vereinfachen wurden die Metalle in Münzen einheitlicher Größe gebracht, denn wer hatte damals schon ständig eine Goldwaage bei sich.

Mit diesen Münzen war “Geld” geboren. Es diente dazu Waren des täglichen (und nicht so alltäglichen) Gebrauchs im Wert zu vergleichen und zu tauschen. Nun konnte jeder sehr einfach seine Waren gegen Münzen eintauschen und die erhaltenen Münzen wieder gegen komplett andere Waren zurücktauschen. Die Münzen dienten also hauptsächlich dem Zweck den Fluss an regem Warenaustausch zu ermöglichen. Sie fließen von dort wo es wenig Waren gibt, dorthin wo es gerade viele Waren gibt.

Was unterscheidet die ursprünglichen Goldmünzen von unserem Geld?

Im Gegensatz zum 10 € Schein von heute hatten die Münzen damals einen realen Wert. Der Wert entstand nicht weil eine bestimmte Zahl auf der Münze stand, sondern weil der Empfänger davon ausging dass diese Münze eine gewisse Menge Gold beinhaltet. Hätte er die Münze eingeschmolzen und mit einer anderen Zahl versehen, wäre sie immer noch gleichviel Wert gewesen. Somit war der “Wechselkurs” auch sehr einfach: Es ging rein um die Menge des Edelmetalls.

Seit damals hat sich viel verändert. Den Händlern wurde es mit der Zeit zu mühsam die vielen Münzen mit sich herumzuschleppen und Reisende waren immer der Gefahr ausgesetzt überfallen zu werden und dann mit leeren Taschen am Bestimmungsort anzukommen. Doch auch dafür fand man eine Lösung. Schon damals gab es “international” agierende Händler. Große Familie die in vielen Städten ihre Häuser und Geschäfte hatten. Diese Familien transportieren ihr Geld (wenn nötig) gut bewacht von einem Ort zum anderen und hatten aufgrund ihrer Geschäfte auch immer einiges an Münzen in jeder Stadt vorrätig.

Die Idee des Reiseschecks wurde geboren

Nehmen wir an ich bin in Rom und möchte nach Venedig reisen, aber es ist mir zu riskant mein Gold selbst mitzuführen. Ich wende mich also in Rom an eine große Händlerfamilie mit folgendem Angebot: “Ich gebe euch hier 50 Goldtaler, dafür bekomme ich von euch ein Dokument, einen Pfandbrief, für das ich bei eurem Geschäft in Venedig die 50 Taler zurück bekomme. Für diesen Service bekommt ihr von mir 1 Taler extra als Gebühr”. Es war eine Win-Win Situation. Der Händler hatte einen kleinen Zuverdienst durch die Gebühren und der Reisende musste nur ein Stück Papier sicher verwahren und keine schweren Münzen.

Diesen Pfandbriefen wurde mit der Zeit sosehr vertraut, dass die Menschen sich nicht mehr die Mühe machten selbst zum Händler zu gehen und die Münzen einzutauschen, sondern lediglich die Pfandbriefe untereinander tauschten, als wären es die Münzen selbst. Das Papiergeld war geboren.

Das System basiert auf Vertrauen

Hier kam auch zum ersten Mal ein Faktor zu Einsatz der bis heute ein Grundpfeiler des Geldsystems geblieben ist: Das Vertrauen in die Währung.

Die Menschen nahmen Pfandbriefe als Zahlungsmittel nur solange an, solange sie 100% darauf vertrauten, für diesen Pfandbrief auch die Münzen beim jeweiligen Händler zu erhalten. Mit der Zeit wurde es auch immer unwichtiger ob man für den Pfandbrief auch wirklich Goldmünzen erhalten würde. Solange man im täglichen Gebrauch mit dem Stück Papier zahlen konnte, lief das System reibungsfrei vor sich hin.

Kredite und Habenszins

Kredite waren schon immer ein einträgliches Geschäft für jene die Geld im Überfluss hatten. Sie verliehen einen Teil ihrer Münzen um ihn nach gewisser Zeit mit Zinsen zurückzuerhalten. Nun hatten die Handelshäuser aber nicht nur ihre eigenen Münzen im Tresor, sondern auch die ihrer Kunden, denen sie Pfandbriefe ausgestellt haben. Da die meisten Scheine gar nicht oder sehr viel später eingelöst wurden, lagen diese Münzen ungenützt im Tresor. Also begannen die Handelshäuser auch einen Teil dieser Münzen zu verleihen. Solange weiterhin nicht alle ihre Münzen gleichzeitig haben wollten und die Schuldner sie wieder zurückbrachten, bedeutet es lediglich erhöhte Zinseinnahmen für das Handelshaus. Je mehr Münzen von Kunden in den Tresor kamen, umso mehr Zinsen konnte das Handelshaus einnehmen.

Es begann ein regelrechter Wettstreit zwischen den Handelshäusern. Jedes wollte die Münzen der Menschen im Tresor lagern, damit es sie dann als Kredite wieder verleihen konnte. Also begannen sie, den Kunden auch einen kleinen Teil zu bezahlen, wenn diese ihre Münzen bei Ihnen im Tresor lagerten. Der heutige Habenszins war geboren.

Von der Verleihung zur Erschaffung von Geld

Aufgrund des Vertrauens in das inzwischen etablierte Papiergeld wurden Kredite großteils nicht mehr als reale Münzen erteilt sondern direkt als Papiergeld. Die Münzen blieben also weiterhin im Tresor, es wurde aber eine Münze immer nur an einen Kunden verliehen, bzw. eben der Anspruch auf die Münze in Form von Papiergeld. Doch die Münzen lagen weiterhin ungenutzt im Tresor und die Handelshäuser entschieden sich die Münzen einfach mehrfach zu verleihen. Man kann zwar nicht eine Münze zweimal verleihen, aber man kann mehreren Menschen einen Zettel in die Hand drücken der ihnen Anspruch auf diese Münze gibt. Solange sie nicht gleichzeitig zurückkommen und die Münze haben wollen, gibt es erneut kein Problem. Und in der Praxis wollte niemand je die Münzen selbst haben. Es wurde Papiergeld getauscht mit dem Vertrauen das man jederzeit die realen Münzen dafür eintauschen könnte. Ohne dass es jemand auch wirklich tat. Hätten plötzlich alle Menschen ihr Papiergeld genommen und die entsprechenden Münzen bei den Handelshäusern eingefordert, hätte man schnell gemerkt dass nicht genug Münzen für alle Scheine vorhanden waren.

Es wurde also durch das Ausgeben von Krediten Geld erschaffen, dessen Gegenwert zuvor nicht existierte: Die Anfänge von Giralgeld.

“Echte” Währungen aber das gleiche Prinzip

Aufgrund der Popularität des Papiergelds wurde dieses vereinheitlicht und zum Staatsmonopol erklärt. Jeder Staat hat eine Nationalbank die als einzige berechtigt ist, Geldscheine und Münzen zu drucken. Die Prinzipien dahinter hatten sich aber lange Zeit nicht geändert.

Der sogenannte “Goldstandard”, der für die meisten Währungen bis nach dem 1. Weltkrieg galt, bedeutet dass die Währung jederzeit bei der Nationalbank gegen Gold eingetauscht werden kann. Am US-Dollar war dieses Versprechen sogar lange Zeit abgedruckt.

Doch 1933 machte die FED (die US-Notenbank) eine Inventur der Goldreserven in Ford Knox und entschied kurzerhand den Goldstandard aufzulösen. Von einen Tag auf den anderen war der Dollar plötzlich nur mehr eine buntes Stück Papier ohne realen Wert. Doch aufgrund des Vertrauens der Bevölkerung, das sie mit ihrem Dollar weiterhin einkaufen und Waren eintauschen konnten, hatte das keinerlei Auswirkung auf die Wirtschaft.

Aus der Geschichte lernen

Wir zahlen also inzwischen nicht mehr mit schweren Goldmünzen, sondern mit Papier und Plastikgeld ohne realem Wert. Und obwohl das System rein auf Vertrauen basiert ist es ein stabiler Grundpfeiler unserer Gesellschaft geworden.

Geld in seiner heutigen Form ist also ein rein abstraktes Instrument für die Bewertung und somit den Vergleich von Waren und Dienstleistungen.

 

Allgemeines über Futures

Ein Future ist ein sogenanntes Termingeschäft. Der Future ist ein bindender Vertrag, also die Pflicht (die Option im Vergleich dazu ist ein Recht, keine Pflicht) zu dem ausgemachten Termin Waren zu liefern bzw. zu kaufen.

Allgemeine Begriffe

Longposition… man setzt auf steigende Kurse, “kauft” den Future
Shortposition… man setzt auf fallende Kurse, “verkauft” den Future

Kleines Beispiel

Angenommen A und B schließen ein Geschäft im Kartoffel Future für September 2014 ab, mit 1 Kilo zu 2 Euro. A verkauft (also geht short), B kauft (also geht long). Heißt soviel wie A verpflichtet sich dazu B am 15. September 2014 (Stichtag des September 2014 Kontraktes) 1 Kilo Kartoffeln für 2 Euro zu verkaufen. Umgekehrt verpflichtet sich B dazu A am 15. September 2014 1 Kilo Kartoffeln für 2 Euro abzukaufen.

Wozu der Future?

Nunja, A hat dadurch die Sicherheit (unter der Annahme dass im September Kartoffeln geerntet werden) dass er seine Ernte zu dem Preis verkaufen kann. B hat hingegen die Sicherheit dass er am 15. September 1 Kilo Kartoffeln für 2 Euro bekommt, er kann somit den Posten schon heute in seiner Kalkulation fix einberechnen und ist von eventuellen Preisschwankungen unbeeindruckt. Steigt nun der Preis von Kartoffeln auf 5 Euro, freut sich B weil er nur 2 Euro zahlen muss und somit einen “Gewinn” von 3 Euro hat (er könnte ja den Kilo Kartoffeln am Markt für 5 Euro verkaufen). A hingegen muss den Kilo für 2 Euro an B verkaufen obwohl er am Markt 5 Euro dafür bekommen würde. Sinkt hingegen der Preis auf 50 Cent, dann freut sich A weil er von B 1,5 Euro mehr bekommt als er am Markt für seine Kartoffeln bekommen würde. B hingegen ärgert sich.

Hier kommt der Spekulant

Jetzt wollen aber nicht nur Produzenten und Endverbraucher am Futuresmarkt agieren sondern auch Spekulanten. Die wollen aber keine Kartoffeln liefern oder geliefert bekommen (vor allem weil es hier nicht um Kilo sondern wesentlich größere Mengen geht). Damit dies nicht geschieht stellen die Spekulanten ihre Position “glatt” bevor der Liefertermin eintritt. Sprich würde B vor dem 15. September mit C ein Geschäft im Kartoffelfuture eingehen bei dem B verkauft und C kauft (sagen wir für 3 Euro), wäre das in etwa das gleiche als wenn B seine Pflicht die Kartoffeln zu kaufen an C weitergibt. B hat eine Kaufposition und eine Verkaufsposition welche sich gegenseitig aufheben. A hat eine Verkaufsposition und C eine Kaufposition. Für B ist die Differenz zwischen dem Handel mit A (2 Euro) und dem mit C (3 Euro) sein Gewinn (oder Verlust). B würde also die Kartoffel um 2 Euro von A kaufen und um 3 Euro an C weiterverkaufen. Somit ist der Gewinn für B 1 Euro. B wird aber nie etwas von den Kartoffeln sehen oder hören, interessiert ihn ja auch nicht, er freut sich über den Euro Gewinn.

Wie kann man jetzt aber längerfristig investieren, wenn doch ständig diese Liefertermine anstehen? Ganz einfach kurz vor dem Liefertermin (meist 1 Tag) stellen sämtliche Spekulanten ihre Positionen glatt, und eröffnen (falls sie dies wollen) eine gleichwertige Position im nächsten Kontrakt. Dieses Verfahren nennt man roll-over, man “rollt” die Position in den nächsten Kontrakt.

Beispiel

Ich habe eine Longposition im Gold Future März 2014. Am 14. März verkaufe ich diese Position (sprich stelle die Longposition durch Eröffnen einer gleichwertigen Shortposition glatt) im März Future und eröffne dafür im Gold Future Juni 2014 eine neue Longposition im gleichen Ausmaß. Danach bin ich in gleicher Höhe investiert, muss aber im März nicht liefern.

Die Liefertermine

Aufgrund der Liefertermine gibt es auch immer mehr als einen Kontrakt vom gleichen Grundwert (zB Gold) wobei die Kontraktmonate nicht mit Zahlen sondern mit Buchstaben bezeichnet werden. Der GoldFuture März 2014 heisst zb GC H14 (GC ist das Kürzel für Gold, H der Buchstabe für März und 14 für 2014). Das einzige was bei der Buchstabenzuordnung verständlich ist, ist dass sie aufsteigend ist, ansonsten ist mir nicht wirklich klar warum welcher Monat welchen Buchstaben bekommen hat.

Spielplatz der Spekulanten oder moderner Marktplatz, was ist eigentlich eine Börse?

An einem Börsenplatz werden verschiedene “Dinge” gehandelt. Das bedeutet Teilnehmer an dieser Börse können Kauf- und Verkaufsangebote stellen. Wenn zwei solche Angebote zusammenpassen, dann wird gehandelt. Der eine kauft vom anderen. Solange keine Angebote zusammenpassen, passiert gar nichts. Wenn ein Handel zustande kommt wird der Preis zu dem gehandelt wurde notiert. Dieser Preis ist dann der aktuelle Kurs des gehandelten Assets.

Ein kleines Beispiel

Schauen wir uns eine normale Aktienbörse (Stock Exchange) an. Wie der Name schon sagt werden hier Aktien gehandelt, also Anteile an Unternehmen. Genaugenommen ist es egal was gehandelt wird, aber nehmen wir als Beispiel Telekomaktien an.

Wenn es sonst niemanden gibt der gerade Telekomaktien kaufen oder verkaufen will, und ich sage “Ich kaufe 1 Telekomaktie und biete 10 Euro”, dann passiert erstmal nichts. Da es keinen passenden Verkäufer gibt, kommt kein Geschäft zustande. Findet sich nun jemand der mir eine Aktie für 10 Euro verkauft, so kommt es zu einem Handel. Der zuletzt gehandelte Preis liegt dann bei 10 Euro.

Ein neuer Käufer der nun auch Telekomaktien kaufen will, hat jedoch keinerlei Garantie dass er sie auch für 10 Euro kaufen kann. Denn wenn nun nur mehr Verkäufer vorhanden sind, die für ihre Aktien mindestens 12 Euro wollen, wird ein Geschäft erst bei einem Preis über 12 zustande kommen.

Analysten würden dann sofort sagen das der Preis der Telekomaktie von 10 auf 12 Euro gestiegen ist, nur weil mindestens einmal zu dem Kurs gehandelt wurde.

Arten von Angeboten

Kauf- und Verkaufsangebote können jetzt unterschiedlich aussehen. Ein typisches Kaufangebot wäre “Kaufe 1 Aktie und biete bis zu 10 Euro”, man hat also ein gewisses Limit wieviel man bereit ist zu zahlen. Im Verkaufsfall hat man ein gewisses Limit wieviel man mindestens haben will “Ich verkaufe 1 Aktie und möchte dafür mindestens 11 Euro”. An normalen Börsen ist das die häufigste Art.

Man kann aber auch sagen “Ich will eine Aktie kaufen/verkaufen, egal zu welchem Preis”. Hier ist man dem vollen Risiko ausgesetzt und erhält wirklich den besten verfügbaren Preis, der eben auch sehr weit vom zuletzt gehandelten entfernt sein kann.

 

Integrating Unity into a native iOS App

This Post describes the integration for Unity 4. If you are working with Unity 5 (which you should 😉 look at this post

For a full working sample with Unity 5 including source code look at this post

With Unity, its really easy to create and deploy stunning 3D-Apps. But what if you have a native iOS app, that is implemented in Objective-C, and only want to add unity-content only as a view?

Lucky us: With the new version of Unity, this is easier than ever.

The easiest way is to start your native app from the unity-generated XCode Project. Dont worry, its really easy to update the unity stuff within the app if it changes after the first export (which usually happens alot). This way round you dont have to set all the necessary build settings needed for unity on your own.

First thing you wanna do is change the Debug Format in the build settings from “DWARF with dSym” to “DWARF”. Otherwise you waste 30 seconds+ each build. Just keep in mind that you changed it if you need to change it back while debugging later.

Since everyone should use ARC nowadays, activate that in the buildsettings too. Make sure you add -fno-objc-arc to all .m and .mm files generated by unity (which are all of them at this state in the project).

Now create your own AppDelegate class by subclassing the Unity Version which is called UnityAppController. Your AppDelegate must be a .mm file. Generally the UnityAppController  takes care of everything related to the app-lifecycle so you wont need to implement that stuff. The only important stuff is to add

IMPL_APP_CONTROLLER_SUBCLASS(AppDelegate)

at the beginning of AppDelegate.mm. (FYI this macro is defined in  UnityAppController.h)

When launching the application (e.g. in applicationDidFinishLaunchingWithOptions) Unity creates an UIWindow and presents a splashscreen. Then it starts the initialization of the real unity-engine asynchronosly (with delay 0 on the mainthread). This means that if you want to do anything AFTER the unityview is loaded (f.e. put it as a subview into your own application) you dont want to put code into applicationDidFinishLaunchingWithOptions. You better override startUnity:

-(void) startUnity:(UIApplication*) application {
[super startUnity:application];
//anything that should be done AFTER the unity viewhierachy is loaded. like replacing the rootviewcontroller with your own.
}

Because thats the method called asynchronously. So in [super startUnity:] the UnityAppController  creates the Unityview and ViewController. Then the Unity-ViewController is set as rootviewcontroller in the window and the unityview added as subview to the window. Therefore it doesnt help if you change these things before startUnity is done.

If you add the Unity-Viewcontroller as subviewcontroller within your own Hierachy you only have to set the transform of its view back to the identity. Unity adds the view directly as subview of the window and therefore sets the transform to reflect the rotation of the app.

If you want to change the size of the unityview (Unity always asumes to be shown fullscreen) you need UnityRequestRenderingResolution. This function (yes, a c-style function) is defined in UnityInterface.h Just call it with the new dimensions, resize the view and call setNeedsLayout on it.

Once you added the Unityviewcontroller (received by either taking the rootviewController from UnityAppController) as a child to your own UIViewController, you can easily add any native interface on top of unity. And with UnityRequestRenderingResolution you can furthermore use the unityview as a non-fullscreen subview within your layout.

If you have any further questions or problems, just leave a comment.

All About Content

Bevor es losgeht, noch ein kurzes “Inhaltsverzeichnis” über die Themenbereiches dieses Blogs.

Projekte

Es gibt ein paar vergangene und laufende private Projekte über die ich schreiben werde. Zu Anfang vermehrt über die TEFEx (meine eigene kleine Börse), DarwiniSim (meine Evolutionssimulation) und dann auch ein bissl MeetMe (eine Plattform um Gleichgesinnte für Aktivitäten zu finden und gleichzeitig das aktuellste Projekt).

Coding

Im Rahmen meiner Projekte (beruflich und privat) fallen mir immer wieder kleine oder große Dinge aus dem Bereich der Programmierung auf die ich bisher nicht wusste/kannte/machte. Wenn die entstehenden Erkenntnisse groß genug sind, schreib ich es in einem Post nieder damit auch andere was davon haben. In dieser Kategorie werden die meisten Posts auf englisch sein.

Finanzwelt

In unserer wirtschaftlich globalisierten Welt ist das Finanzsystem eines der einflussreichsten Dinge überhaupt. Spätestens seit 2008 und der folgenden Finanzkrise sollte jedem bewusst seine welche  realwirtschaftlichen Auswirkungen die Bewegungen in der Finanzwelt haben. Leider ist es dennoch immer noch kein Bestandteil des Lehrplans und auch sonst erfährt man als allgemein gebildeter Mensch nur wenig über die Zusammenhänge und Hintergründe des Geldes. In dieser Rubrik versuche ich dies zu ändern indem ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen niederschreibe.

Aller Anfang ist schwer

Die Regeln der Höflichkeit besagen das man sich zuerst einmal vorstellen sollte. Auch wenn in der Anonymität des Internets die Regeln der Höflichkeit mehr und mehr an Bedeutung verlieren werd ich diesen Strohhalm einer Idee für den ach so schweren Anfang ergreifen:

Hallo, mein Name ist Markus. 1984 geboren und aufgewachsen im wunderschönen Kärnten. Nach der Matura an der HTBLuVA Villach (nicht Datentechnik, Möbel- und Innenausbau) hab ich an der TUGraz meinen Master in den Mathematischen Computerwissenschaften gemacht und jetzt lebe und arbeite ich in Linz. Aktuell bei der Netural als Mobile Developer mit Hang zur Backendentwicklung (wobei ich meine Liebe zur Algorithmik auch bei manchen Mobileprojekten bereits voll ausleben kann). Dort arbeite ich unter anderem an Roomle,  vor allem an der iPad-Variante.

Während meinem Studium dachte ich wie die meisten Studenten ich könnte und müsste unbedingt die Welt verändern. In meinem Fall im Konkreten das Finanzsystem. Deswegen galt meine Leidenschaft dem Schreiben von vollautomatischen Handelssystemen für Futures und Forex. Das ging soweit das ich irgendwann aus reinem Interesse an den dahinterliegenden System meine eigene kleine Börse (die TEFEx) schrieb. Die Systeme waren leider nicht so erfolgreich wie gehofft und sonst haben meine Versuche die Welt zu ändern gleich geendet wie bei den meisten Studenten: Mit viel Erfahrungen aber wenig veränderter Welt.

Nun, was erwartet den geschätzten Leser in Zukunft hier? Nicht alles, aber von allem was mich interessiert/beschäftigt ein bissl was. Ich habe nicht vor euch mit meinen Menüplänen (obwohl ich viel und gerne esse), regelmäßigen Katzenfotos (dabei hab ich eine süße Katze) oder Partyanekdoten zu “langweilen”. Das Internet ist so schon voll davon. Mein Blog fügt da besser etwas Content ein mit dem das Netz noch  nicht ganz überfüllt ist. Hoff ich zumindest.