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Bitcoin is not a currency

I often hear people claiming that Bitcoin will replace our current currencies. And with the rise in value these voices grow louder. But unfortunately it seems they don’t understand the basics of the financial system. 

Don’t get me wrong: blockchain is an interesting concept with lots of useful applications. It may even revolutionize different fields in our society. But Bitcoin will never be a mainstream currency. The average person will never buy its daily coffee with Bitcoin. And here is why: 

First: transaction fees. The rise in value has one huge downside for everyone not trading at an exchange (where you never actually do a Bitcoin transaction): the transaction fees are paid in Bitcoin and based on the needed amount of data, not the value. This means you pay approximately the same fee for a coffee as for buying a house, at the moment roughly 9$ per transaction…  That’s one expensive coffee. And if the number of transactions is rising (which it would a lot if everyone starts paying with Bitcoin) the fees will go up even further. 

Second: transaction time and amount. It’s part of the Bitcoin Technology to only create one new block approx every 10 min. This reduces the number of transactions per second to about 4. Visa says they have over 1000 transactions per second. And this doesn’t count all the cash transactions. Meaning Bitcoin is far away from being able to serve those needs. Additionally it takes minimum 30 min to have a transaction deep enough in the chain to consider it confirmed. And who is willing to wait 30 min at the cashier? Not gonna happen! 

So Bitcoin itself is definitely not fit for the job. But what about all the new services offering debit cards based on your Crypto-coins? Since those transactions (like the once on exchanges) never make it directly to the blockchain those constraints don’t apply. It’s basically like a normal credit-card and that means losing the major arguments for Bitcoin: the blockchain is decentralized and unregulated. Any company offering transactions based on Bitcoin (but not real Bitcoin transactions) is centralized and will get regulated over time. With the same reasons why there are regulations for banks and credit cards. If you use such a service you don’t need Bitcoin. It’s all back to any abstract value and the trust in the service that they convert it back to your currency at regular times. 

But even if you accept all that and Crypto-cards count as “using Bitcoin” there is still the Third point: Deflation. 

As we see it at the moment: Bitcoin is rising. If you have 5 Bitcoin and think about buying a car with it, you have to choose: buy a nice car now, or wait 6 months and buy a much nicer car (or maybe two). If you don’t need the car now, the choice is clear. That’s why economists fear deflation: it reduces spending and therefor slows down economy which leads to a downward spiral. That’s why federal banks print money to keep inflation at a “healthy” level. But the amount of Bitcoin is limited. So there is no way of preventing deflation. And that’s what makes Bitcoin an investment and not a currency. 

Paying your coffee with Bitcoin is like paying it with your stock-portfolio. You can, but the average person will never do that. 

Make sure to leave a comment and tell me what you think about Bitcoin as a currency. 

Geld sparen macht arm

Geld entstand ursprünglich aus dem Bedarf heraus beliebige Waren und Dienstleistungen miteinander zu vergleichen. Mit der Zeit wurde aus dem realen Geldwert ein rein abstrakter Wertbegriff. Mit der Geburt der Habenszinsen entstand auch der Wunsch Geld von selbst zu vermehren und gleichzeitig der Anreiz es auf der Bank zu horten.

Doch der Wirtschaftskreislauf besteht aus einem ständigen Tauschen von Geld in Waren/Dienstleistungen und retour. Man nimmt an der einen Stelle Geld aus dem Kreislauf um es an einem anderen Punkt wieder in den Kreislauf zu geben. Ist nun nicht genug Geld im Kreislauf vorhanden, so kommt das System ins Stocken.  Am Ende sind immer noch alle Waren da die die Gesellschaft braucht, aber keiner kann sie nutzen da nicht genug Geld in Umlauf ist um sie zu verteilen.

Sparen entzieht der Gesellschaft Geld

Doch wie verschwindet Geld nun aus dem Kreislauf? Wenn wir es von seinem wahren Zweck entfernen und versuchen zu horten. Lassen wir Geld auf der Bank liegen damit es sich dort vermehrt, so ist es für den Kreislauf unerreichbar.  Je mehr Geld wir auf unserem Konto anhäufen, desto mehr entziehen wir dem Kreislauf, desto mehr stockt das System und desto weniger Geld haben wir täglich zur Verfügung.

Dies ist jetzt aber keine Verurteilung von Reichtum. Reichtum stört das System in keinster Weise. Verwende ich mein Geld zum Beispiel um ein Haus zu kaufen, so leite ich es zurück in den Kreislauf. Und hat ein “Millionär” nun 50 Häuser, 20 Yachten und 10 Inseln, so ist er zwar sehr reich, hat damit aber kein Geld aus dem Kreislauf gehalten.

Wenn wir unsere Wirtschaft und damit auch unseren eigenen Lebensstil verbessern wollen dürfen wir also nicht danach trachten soviel wie möglich am Konto zu horten. Sondern Geld in Umlauf halten. Nicht mehr ausgeben als man erhält, aber es auch nicht unbegrenzt horten. Denn damit bleibt es in Umlauf und läuft somit auch in größerer Menge wieder zu uns zurück.

Beispiele sagen mehr als Worte

SparenMachtArm1Betrachten wir einen sehr kleinen Wirtschaftsraum mit einem Winzer, einem Bäcker und einem Wirt. Jeder von ihnen startet mit 40€. Jeden Morgen kauft der Winzer beim Bäcker Brot für den Tag für 20 €, mittags kauft der Wirt beim Winzer Wein für 20 € und abends geht der Bäcker ins Wirtshaus und isst und trinkt für 20 €. Die 20 € fließen also schön im Kreis und jeder ist glücklich.

 

SparenMachtArm2Nehmen wir an der Bäcker entscheidet sich eines Tages nur mehr für 10 € Essen zu gehen und die gesparten 10 € unter das Kopfkissen zu legen. Am Ende des Tages hat der Wirt einen Umsatzeinbruch von 50% und nur noch 30 € zur Verfügung.

SparenMachtArm3Beim Winzer läuft noch alles wie gewohnt und am nächsten Morgen kauft er wieder Brot für 20 €. Doch mittags kauft der Wirt aufgrund der gesunkenen Nachfrage nur noch Wein für 10 €. Der Bäcker geht wieder für 10€ essen und legt die gesparten 10 € unter das Kissen.

SparenMachtArm4Nun muss auch der Winzer den Gürtel enger schnallen und kauft nur noch für 10 € Brot ein, der Wirt kauft aufgrund der konstant niedrigen Nachfrage weiterhin Wein für 10 € und nun merkt auch der Bäcker die “schlechte Wirtschaftslage” im täglichen Umsatz wodurch er nichts mehr zur Seite legen kann aber weiterhin nur für 10 € essen gehen kann. Ihm ist hier natürlich nicht klar das er selbst Schuld an seinem Umsatzrückgang hat sondern macht die achso komplizierte Wirtschaftslage dafür verantwortlich.

In Summe fühlt er sich auch noch bestätigt das er zuvor Geld auf die Seite gelegt hat für schlechte Zeiten. Denn im Gegensatz zum Winzer und zum Wirt die genauso über die schlechte Situtation klagen, hat er einen gut gefüllten Polster. Durch das Sparen des Bäckers ist im gesamten Kreislauf das Budget für die täglichen Ausgaben um 50% gesunken. Die Menschen fühlen sich arm weil sie weniger Geld zum Leben haben.

Aber es hat sich an der Produktionsleistung nichts geändert, alle könnten weiterhin für 20 € produzieren, es fehlt nur das Geld im Kreislauf damit die Waren auch getauscht werden können. Nimmt sich jetzt der Winzer auch noch ein Beispiel am Bäcker und reduziert seine täglichen Ausgaben für 3 Tage um Geld auf die Seite zu legen, so kommt der Kreislauf womöglich ganz zum erliegen.

SparenMachtArmbestEntscheiden sich dagegen alle täglich etwas mehr von ihrem Kapital in Umlauf zu bringen so fließt es am Ende des Tages auch wieder zu Ihnen zurück. Im besten Fall sind am Schluss die gesamten 40 € in Umlauf und das tägliche Budget hat sich verdoppelt. Absolut gesehen ist nicht mehr Geld vorhanden, an jedem Abend hat auch noch jeder gleich viel wie zuvor, aber durch den höheren Durchfluß kann sich jeder “mehr leisten”, die Produktion steigt, die Wirtschaft floriert und die Menschen fühlen sich reich.

Das Geld muss unter die Leute

Es fließen immer genau soviele Waren durch den Kreislauf, wie Geld im Umlauf ist. Kommt der Geldfluß ins Stocken, so stockt auch der Warenkreislauf.

Folgen wir also dem alten Sprichwort und bringen wir das Geld unter die Leute. Denn in einem aktiven Wirtschaftskreislauf fließt das Geld auch wieder stärker zu uns zurück.

 

Die Geschichte des Geldes

In unserer modernen Welt ist Geld ein alltägliches Gebrauchsgut geworden. Wir verwenden es beinahe jeden Tag. Es dient als Statussymbol, Zeichen der Anerkennung aber auch als Mittel zum Selbstzweck. Manche lassen es sogar für sich arbeiten. Aber neben dieser Durchdringung unseres Alltags ignorieren wir beständig eine Frage:

Was ist eigentlich Geld?

Um diese Frage zu beantworten möchte ich zuerst ein wenig ausholen zurück zur Zeit als es noch kein Geld gab. Damals wurde am Markt Ware gegen Ware getauscht. Man hat also wortwörtlich Äpfel mit Birnen verglichen. Das geht solange gut, wie jeder täglich etwas zu tauschen hat und etwas braucht oder man die Tauschgüter einfach und dauerhaft lagern kann, was vor allem bei Essen ein Problem darstellt. Es wurde also nicht nur Essen gegen Essen getauscht, sondern auch gegen andere Gegenstände. Wichtig war immer nur dass sich die beiden Tauschpartner einig waren dass sie vom anderen einen mindestens genauso wertvollen Einsatz erhielten, wie sie anboten.

So änderte sich auch der “Wert” zB einer Kartoffel womöglich sehr schnell: von 1 Apfel zu 2 Eiern zu 1 Semmel zu 1 großen Ei zu 2 kleinen Äpfeln zu einem schönen Stück Holz zu einer Glasmurmel etc. Gleichzeitig musste man auch immer etwas anbieten das der andere auch haben wollte sonst kam kein Geschäft zustande. Dieses ständige “Umrechnen” zwischen den verschiedenen Waren wurde mit der Zeit zu mühselig und man suchte nach einer Möglichkeit Waren allgemeiner zu vergleichen. Und fand Edelmetalle. Edelmetalle wie Silber oder Gold sind einfach und defakto unbegrenzt lagerbar. Gleichzeitig sind sie so selten, dass bereits eine kleine Menge Gold gleichwertig zu einer ungleich höheren Menge alltäglicher Waren gesehen wurde. Um das ganze noch zu vereinfachen wurden die Metalle in Münzen einheitlicher Größe gebracht, denn wer hatte damals schon ständig eine Goldwaage bei sich.

Mit diesen Münzen war “Geld” geboren. Es diente dazu Waren des täglichen (und nicht so alltäglichen) Gebrauchs im Wert zu vergleichen und zu tauschen. Nun konnte jeder sehr einfach seine Waren gegen Münzen eintauschen und die erhaltenen Münzen wieder gegen komplett andere Waren zurücktauschen. Die Münzen dienten also hauptsächlich dem Zweck den Fluss an regem Warenaustausch zu ermöglichen. Sie fließen von dort wo es wenig Waren gibt, dorthin wo es gerade viele Waren gibt.

Was unterscheidet die ursprünglichen Goldmünzen von unserem Geld?

Im Gegensatz zum 10 € Schein von heute hatten die Münzen damals einen realen Wert. Der Wert entstand nicht weil eine bestimmte Zahl auf der Münze stand, sondern weil der Empfänger davon ausging dass diese Münze eine gewisse Menge Gold beinhaltet. Hätte er die Münze eingeschmolzen und mit einer anderen Zahl versehen, wäre sie immer noch gleichviel Wert gewesen. Somit war der “Wechselkurs” auch sehr einfach: Es ging rein um die Menge des Edelmetalls.

Seit damals hat sich viel verändert. Den Händlern wurde es mit der Zeit zu mühsam die vielen Münzen mit sich herumzuschleppen und Reisende waren immer der Gefahr ausgesetzt überfallen zu werden und dann mit leeren Taschen am Bestimmungsort anzukommen. Doch auch dafür fand man eine Lösung. Schon damals gab es “international” agierende Händler. Große Familie die in vielen Städten ihre Häuser und Geschäfte hatten. Diese Familien transportieren ihr Geld (wenn nötig) gut bewacht von einem Ort zum anderen und hatten aufgrund ihrer Geschäfte auch immer einiges an Münzen in jeder Stadt vorrätig.

Die Idee des Reiseschecks wurde geboren

Nehmen wir an ich bin in Rom und möchte nach Venedig reisen, aber es ist mir zu riskant mein Gold selbst mitzuführen. Ich wende mich also in Rom an eine große Händlerfamilie mit folgendem Angebot: “Ich gebe euch hier 50 Goldtaler, dafür bekomme ich von euch ein Dokument, einen Pfandbrief, für das ich bei eurem Geschäft in Venedig die 50 Taler zurück bekomme. Für diesen Service bekommt ihr von mir 1 Taler extra als Gebühr”. Es war eine Win-Win Situation. Der Händler hatte einen kleinen Zuverdienst durch die Gebühren und der Reisende musste nur ein Stück Papier sicher verwahren und keine schweren Münzen.

Diesen Pfandbriefen wurde mit der Zeit sosehr vertraut, dass die Menschen sich nicht mehr die Mühe machten selbst zum Händler zu gehen und die Münzen einzutauschen, sondern lediglich die Pfandbriefe untereinander tauschten, als wären es die Münzen selbst. Das Papiergeld war geboren.

Das System basiert auf Vertrauen

Hier kam auch zum ersten Mal ein Faktor zu Einsatz der bis heute ein Grundpfeiler des Geldsystems geblieben ist: Das Vertrauen in die Währung.

Die Menschen nahmen Pfandbriefe als Zahlungsmittel nur solange an, solange sie 100% darauf vertrauten, für diesen Pfandbrief auch die Münzen beim jeweiligen Händler zu erhalten. Mit der Zeit wurde es auch immer unwichtiger ob man für den Pfandbrief auch wirklich Goldmünzen erhalten würde. Solange man im täglichen Gebrauch mit dem Stück Papier zahlen konnte, lief das System reibungsfrei vor sich hin.

Kredite und Habenszins

Kredite waren schon immer ein einträgliches Geschäft für jene die Geld im Überfluss hatten. Sie verliehen einen Teil ihrer Münzen um ihn nach gewisser Zeit mit Zinsen zurückzuerhalten. Nun hatten die Handelshäuser aber nicht nur ihre eigenen Münzen im Tresor, sondern auch die ihrer Kunden, denen sie Pfandbriefe ausgestellt haben. Da die meisten Scheine gar nicht oder sehr viel später eingelöst wurden, lagen diese Münzen ungenützt im Tresor. Also begannen die Handelshäuser auch einen Teil dieser Münzen zu verleihen. Solange weiterhin nicht alle ihre Münzen gleichzeitig haben wollten und die Schuldner sie wieder zurückbrachten, bedeutet es lediglich erhöhte Zinseinnahmen für das Handelshaus. Je mehr Münzen von Kunden in den Tresor kamen, umso mehr Zinsen konnte das Handelshaus einnehmen.

Es begann ein regelrechter Wettstreit zwischen den Handelshäusern. Jedes wollte die Münzen der Menschen im Tresor lagern, damit es sie dann als Kredite wieder verleihen konnte. Also begannen sie, den Kunden auch einen kleinen Teil zu bezahlen, wenn diese ihre Münzen bei Ihnen im Tresor lagerten. Der heutige Habenszins war geboren.

Von der Verleihung zur Erschaffung von Geld

Aufgrund des Vertrauens in das inzwischen etablierte Papiergeld wurden Kredite großteils nicht mehr als reale Münzen erteilt sondern direkt als Papiergeld. Die Münzen blieben also weiterhin im Tresor, es wurde aber eine Münze immer nur an einen Kunden verliehen, bzw. eben der Anspruch auf die Münze in Form von Papiergeld. Doch die Münzen lagen weiterhin ungenutzt im Tresor und die Handelshäuser entschieden sich die Münzen einfach mehrfach zu verleihen. Man kann zwar nicht eine Münze zweimal verleihen, aber man kann mehreren Menschen einen Zettel in die Hand drücken der ihnen Anspruch auf diese Münze gibt. Solange sie nicht gleichzeitig zurückkommen und die Münze haben wollen, gibt es erneut kein Problem. Und in der Praxis wollte niemand je die Münzen selbst haben. Es wurde Papiergeld getauscht mit dem Vertrauen das man jederzeit die realen Münzen dafür eintauschen könnte. Ohne dass es jemand auch wirklich tat. Hätten plötzlich alle Menschen ihr Papiergeld genommen und die entsprechenden Münzen bei den Handelshäusern eingefordert, hätte man schnell gemerkt dass nicht genug Münzen für alle Scheine vorhanden waren.

Es wurde also durch das Ausgeben von Krediten Geld erschaffen, dessen Gegenwert zuvor nicht existierte: Die Anfänge von Giralgeld.

“Echte” Währungen aber das gleiche Prinzip

Aufgrund der Popularität des Papiergelds wurde dieses vereinheitlicht und zum Staatsmonopol erklärt. Jeder Staat hat eine Nationalbank die als einzige berechtigt ist, Geldscheine und Münzen zu drucken. Die Prinzipien dahinter hatten sich aber lange Zeit nicht geändert.

Der sogenannte “Goldstandard”, der für die meisten Währungen bis nach dem 1. Weltkrieg galt, bedeutet dass die Währung jederzeit bei der Nationalbank gegen Gold eingetauscht werden kann. Am US-Dollar war dieses Versprechen sogar lange Zeit abgedruckt.

Doch 1933 machte die FED (die US-Notenbank) eine Inventur der Goldreserven in Ford Knox und entschied kurzerhand den Goldstandard aufzulösen. Von einen Tag auf den anderen war der Dollar plötzlich nur mehr eine buntes Stück Papier ohne realen Wert. Doch aufgrund des Vertrauens der Bevölkerung, das sie mit ihrem Dollar weiterhin einkaufen und Waren eintauschen konnten, hatte das keinerlei Auswirkung auf die Wirtschaft.

Aus der Geschichte lernen

Wir zahlen also inzwischen nicht mehr mit schweren Goldmünzen, sondern mit Papier und Plastikgeld ohne realem Wert. Und obwohl das System rein auf Vertrauen basiert ist es ein stabiler Grundpfeiler unserer Gesellschaft geworden.

Geld in seiner heutigen Form ist also ein rein abstraktes Instrument für die Bewertung und somit den Vergleich von Waren und Dienstleistungen.

 

Allgemeines über Futures

Ein Future ist ein sogenanntes Termingeschäft. Der Future ist ein bindender Vertrag, also die Pflicht (die Option im Vergleich dazu ist ein Recht, keine Pflicht) zu dem ausgemachten Termin Waren zu liefern bzw. zu kaufen.

Allgemeine Begriffe

Longposition… man setzt auf steigende Kurse, “kauft” den Future
Shortposition… man setzt auf fallende Kurse, “verkauft” den Future

Kleines Beispiel

Angenommen A und B schließen ein Geschäft im Kartoffel Future für September 2014 ab, mit 1 Kilo zu 2 Euro. A verkauft (also geht short), B kauft (also geht long). Heißt soviel wie A verpflichtet sich dazu B am 15. September 2014 (Stichtag des September 2014 Kontraktes) 1 Kilo Kartoffeln für 2 Euro zu verkaufen. Umgekehrt verpflichtet sich B dazu A am 15. September 2014 1 Kilo Kartoffeln für 2 Euro abzukaufen.

Wozu der Future?

Nunja, A hat dadurch die Sicherheit (unter der Annahme dass im September Kartoffeln geerntet werden) dass er seine Ernte zu dem Preis verkaufen kann. B hat hingegen die Sicherheit dass er am 15. September 1 Kilo Kartoffeln für 2 Euro bekommt, er kann somit den Posten schon heute in seiner Kalkulation fix einberechnen und ist von eventuellen Preisschwankungen unbeeindruckt. Steigt nun der Preis von Kartoffeln auf 5 Euro, freut sich B weil er nur 2 Euro zahlen muss und somit einen “Gewinn” von 3 Euro hat (er könnte ja den Kilo Kartoffeln am Markt für 5 Euro verkaufen). A hingegen muss den Kilo für 2 Euro an B verkaufen obwohl er am Markt 5 Euro dafür bekommen würde. Sinkt hingegen der Preis auf 50 Cent, dann freut sich A weil er von B 1,5 Euro mehr bekommt als er am Markt für seine Kartoffeln bekommen würde. B hingegen ärgert sich.

Hier kommt der Spekulant

Jetzt wollen aber nicht nur Produzenten und Endverbraucher am Futuresmarkt agieren sondern auch Spekulanten. Die wollen aber keine Kartoffeln liefern oder geliefert bekommen (vor allem weil es hier nicht um Kilo sondern wesentlich größere Mengen geht). Damit dies nicht geschieht stellen die Spekulanten ihre Position “glatt” bevor der Liefertermin eintritt. Sprich würde B vor dem 15. September mit C ein Geschäft im Kartoffelfuture eingehen bei dem B verkauft und C kauft (sagen wir für 3 Euro), wäre das in etwa das gleiche als wenn B seine Pflicht die Kartoffeln zu kaufen an C weitergibt. B hat eine Kaufposition und eine Verkaufsposition welche sich gegenseitig aufheben. A hat eine Verkaufsposition und C eine Kaufposition. Für B ist die Differenz zwischen dem Handel mit A (2 Euro) und dem mit C (3 Euro) sein Gewinn (oder Verlust). B würde also die Kartoffel um 2 Euro von A kaufen und um 3 Euro an C weiterverkaufen. Somit ist der Gewinn für B 1 Euro. B wird aber nie etwas von den Kartoffeln sehen oder hören, interessiert ihn ja auch nicht, er freut sich über den Euro Gewinn.

Wie kann man jetzt aber längerfristig investieren, wenn doch ständig diese Liefertermine anstehen? Ganz einfach kurz vor dem Liefertermin (meist 1 Tag) stellen sämtliche Spekulanten ihre Positionen glatt, und eröffnen (falls sie dies wollen) eine gleichwertige Position im nächsten Kontrakt. Dieses Verfahren nennt man roll-over, man “rollt” die Position in den nächsten Kontrakt.

Beispiel

Ich habe eine Longposition im Gold Future März 2014. Am 14. März verkaufe ich diese Position (sprich stelle die Longposition durch Eröffnen einer gleichwertigen Shortposition glatt) im März Future und eröffne dafür im Gold Future Juni 2014 eine neue Longposition im gleichen Ausmaß. Danach bin ich in gleicher Höhe investiert, muss aber im März nicht liefern.

Die Liefertermine

Aufgrund der Liefertermine gibt es auch immer mehr als einen Kontrakt vom gleichen Grundwert (zB Gold) wobei die Kontraktmonate nicht mit Zahlen sondern mit Buchstaben bezeichnet werden. Der GoldFuture März 2014 heisst zb GC H14 (GC ist das Kürzel für Gold, H der Buchstabe für März und 14 für 2014). Das einzige was bei der Buchstabenzuordnung verständlich ist, ist dass sie aufsteigend ist, ansonsten ist mir nicht wirklich klar warum welcher Monat welchen Buchstaben bekommen hat.

Spielplatz der Spekulanten oder moderner Marktplatz, was ist eigentlich eine Börse?

An einem Börsenplatz werden verschiedene “Dinge” gehandelt. Das bedeutet Teilnehmer an dieser Börse können Kauf- und Verkaufsangebote stellen. Wenn zwei solche Angebote zusammenpassen, dann wird gehandelt. Der eine kauft vom anderen. Solange keine Angebote zusammenpassen, passiert gar nichts. Wenn ein Handel zustande kommt wird der Preis zu dem gehandelt wurde notiert. Dieser Preis ist dann der aktuelle Kurs des gehandelten Assets.

Ein kleines Beispiel

Schauen wir uns eine normale Aktienbörse (Stock Exchange) an. Wie der Name schon sagt werden hier Aktien gehandelt, also Anteile an Unternehmen. Genaugenommen ist es egal was gehandelt wird, aber nehmen wir als Beispiel Telekomaktien an.

Wenn es sonst niemanden gibt der gerade Telekomaktien kaufen oder verkaufen will, und ich sage “Ich kaufe 1 Telekomaktie und biete 10 Euro”, dann passiert erstmal nichts. Da es keinen passenden Verkäufer gibt, kommt kein Geschäft zustande. Findet sich nun jemand der mir eine Aktie für 10 Euro verkauft, so kommt es zu einem Handel. Der zuletzt gehandelte Preis liegt dann bei 10 Euro.

Ein neuer Käufer der nun auch Telekomaktien kaufen will, hat jedoch keinerlei Garantie dass er sie auch für 10 Euro kaufen kann. Denn wenn nun nur mehr Verkäufer vorhanden sind, die für ihre Aktien mindestens 12 Euro wollen, wird ein Geschäft erst bei einem Preis über 12 zustande kommen.

Analysten würden dann sofort sagen das der Preis der Telekomaktie von 10 auf 12 Euro gestiegen ist, nur weil mindestens einmal zu dem Kurs gehandelt wurde.

Arten von Angeboten

Kauf- und Verkaufsangebote können jetzt unterschiedlich aussehen. Ein typisches Kaufangebot wäre “Kaufe 1 Aktie und biete bis zu 10 Euro”, man hat also ein gewisses Limit wieviel man bereit ist zu zahlen. Im Verkaufsfall hat man ein gewisses Limit wieviel man mindestens haben will “Ich verkaufe 1 Aktie und möchte dafür mindestens 11 Euro”. An normalen Börsen ist das die häufigste Art.

Man kann aber auch sagen “Ich will eine Aktie kaufen/verkaufen, egal zu welchem Preis”. Hier ist man dem vollen Risiko ausgesetzt und erhält wirklich den besten verfügbaren Preis, der eben auch sehr weit vom zuletzt gehandelten entfernt sein kann.